Herbstlager 2011 in Borschemich
Bericht Herbstlager 2011 in Borschemich
Sollte das Lager auch Dienstag erst starten, die fleißigen Organisatoren und Laiendarsteller des Herbstlagers (Leiter) waren schon am Montag angereist.
Nachdem die Teilnehmer in vier Gruppen eingeteilt waren, wurden diese den vier A-team Charakteren B.A., Hannibal, Face und Murdock zugeteilt. Auch die Namensschilder zeigten die markanten Gesichter des A-team und wurden abends noch vorbereitet.
Ein besonderes Augenmerk lag diesmal auch auf der Raumnutzung. Nach tiefen Überlegungen und Debatten entschieden sich die Leiter gegen einen festen "Leiterraum" und damit für mehrere "Kommandozentralen", die allen zur Verfügung stehen sollten. Der Essenssaal, genannt "Stützpunkt" wurde ebenso pfadfinderisch dekoriert wie unsere "Chill-out-Area". Praktischerweise verfügt das Haus Sankt Josef über mehrere separate Korridore. So konnten wir einen Wölflings-Korridor, einen Jungpfadfinder-Korridor und einen Pfadfinder/Rover-Korridor einrichten, indem dann die Altersstufen unterteilt nach Jungen, Mädchen und Leiter wohnten.
Die standesgemäße Tee-Zapfanlage wurde durch ein Spülbecken ergänzt und zentral aufgestellt, sodass alle Teilnehmer ständig trinken konnten. Um Chaos zu vermeiden gibt auf Lagern des Stammes für jeden eine eigene Metalltasse. Auch Schüsseln mit Obst waren in der Nähe der Zapfanlage zu finden. Zu guter Letzt (also gegen zwei Uhr morgens) verteilten wir noch die weiteren Aufgaben wie das Kochen an den nächsten Tagen und die Vorbereitung einzelner Programmpunkte.
Am Dienstag um 11:11 Uhr sind wir alle in Borschemich angekommen. Wir durften unsere Betten beziehen und dann ging’s dann mit dem Wochenende los. Als Stärkung wegen der langen Fahrt holten wir uns bei Flo Quak mit Obst ab. Dann hatten wir eine Stunde Freizeit. Nach der Freizeit sollten wir in unsere Gruppen gehen: Hannibal, Murdock, Ba, Face. Dann sollten wir Bilder malen zu Regeln, die auf den Blättern standen. Danach hat jede Gruppe ein Plakat vorgestellt und wurde auf gehangen.
Nach dem Essen sollte sich die Gruppe: Hannibal in kommandozentrale 1 treffen um sich ein Spiel für morgen auszudenken. Die anderen hatten 1 Stunde wieder Freizeit. Danach gab es Workshops es gab: Die Jahreszeitung….
Am Abend gab Nudeltopf. Danach haben wir noch das A-Team geguckt und sind danach alle ins Bett gegangen. Dann gingen die Wös und die Juffis um 21:30 ins Bett die anderen durften noch auf bleiben.
Mittwochmorgen sind wir alle um 8:00 Uhr auf gestanden und haben eine morgenrunde gemacht danach gab’s Frühstück. Nach dem Frühstück hatten wir alle eine Stunde Freizeit. Das A-team machte sich fit, mit einer Olympiade von Flo und Maxi auf dem Sportplatz. Zur Stärkung gab es anschließend Fladenbrotpizza, selbstbelegt von Kindern, gebacken von Willi und Bernd.
Gruppe Hannibal, betreut von Maxi, führte nun den ersten selbstorganisierten Programmpunkt durch. Es handelte sich um eine Modenschau, auf der wieder mal so manch ein männlicher Kandidat seine weibliche Seite entdeckte und sich schön herausputzte. Alle aufgestylten Kandidaten wurden aber erbarmungslos von den Jurymitgliedern runtergemacht. Man konnte beinahe den Eindruck bekommen, es säßen dort vorne genmanipulierte Kreuzungen aus Bruce Darnell und Dieter Bohlen. Oder da hatte einfach jemand zu viel ferngesehen… ;-)
Heute starteten schon das zweite Mal die Workshops: Backen mit Katha und Jule, Elektronik-Einsteigerkurs mit Ian und die Jahreszeitung bei Johannes. Die Gemüsepfanne der kleinen Jule kam anschließend überaus gut an.
Alessandro und Sebastian waren derweil schon stundenlang durch Borschemisch gefahren, gelaufen und gekrochen, um das beste Gelände für unser Lämpchenspiel zu finden. Und Sie fanden es! Wir schlichen und rannten über das dunkle Waldgelände. Links und rechts blitzten die Lichter von Mitspielern und gegnerischen Teams auf und man tat gut daran, sein empfindliches Lebensbändchen zu schützen. Wer die meisten Schätze erbeuten konnte? Wahrscheinlich wie immer Flo und Max, die wie zwei Schatten übers Spielfeld fliegen. Eins aber ist klar: Wir gingen alle erschöpft und zufrieden zurück zum Haus.
Hier erwartete uns eine Teestube mit Katha und Johannes, die die meisten von uns im Schlafanzug besuchten. Wir quatschen und patschten (die jüngeren eher nur patschten) noch ein Stündchen herum, bis dann auch wirklich Schlafenzeit gekommen war.
Am Donnerstag hatte das Team B.A. ein Kochduell vorbereitet. Die Jury bestand aus Hénri aus Frankreich, Willi aus’m Zeltlager, Frau Schütz (nee, die hieß anders, hmm…) mit dem Kochbuch und unserem Vorkoster (Johannes hatte Hunger) Es wurden herrliche Menüs kreiert und verspeist, die allesamt Bestnoten abräumten. Hervorheben müssen wir hier den Feta mit Tomaten a la Klinkow. Schokobananen und Schokopudding wurden als Nachtisch und Dankeschön an alle fleißigen Köche und Koster verteilt.
Dann war auch schon wieder Zeit zum Essen. Jule hatte eine leckere Suppe gezaubert. Schließlich gab es abends Restessen: „Der Reistopf von gestern, die Fladenbrot-Pizza von gestern, die Suppe von heute uuuuuuuund: neuen Tee“
Abends hatte das A-team eine geniale Idee! Als Pfadfinder verkleidet sangen sie am Feuer, um das Vertrauen der Dorfbewohner zu gewinnen. Da tauchte plötzlich der Informant in der Tonne auf, mit weiteren Hinweisen zum Fall.
Als die Pfadistufenmitglieder so gemütlich ums Feuer herumsaßen, da bekamen sie plötzlich alle die Augen verbunden und wurden blind in Autos verstaut. Nachdem noch jeder Karte, Kompass oder Taschenlampe erhalten hatte, wurden sie irgendwo in der Umgebung gemeinsam ausgesetzt. Aber nicht, dass sie verzweifelt gewesen wäre. Schon nach einer Stunde hörten wir laut und fröhlich Gesang durch den Ort schallen und sie wanderten triumphierend zurück zu Feuerstelle. Zur Belohnung gab es hier noch selbstgemachtes Popcorn.
Nach Kathas Morgenrunde sollte am Freitag nun endlich der Fall gelöst werden. So strömten die Mitglieder des A-team aus, um die von Jule vorbereiteten Hinweise zu entdecken. Eine abwechslungsreiche Mischung aus dem Einsatz von Karte und Kompass, GPs-Geräten, oder im Extremfall mal ein wenig Köpfchen ließen diese Schnitzeljagd für viele Teilnehmer zum Höhepunkt werden. Nach einem Hamburger-Mittagssnack (MacSugambrer) hatte Gruppe Face mit Johannes eine Mischung aus „Wetten, dass...“ und „Supertalent“ vorbereitet. Action Kunst kam als neuer Workshop hinzu und natürlich führte Ian auch wieder in die Geheimnisvolle Welt der Elektronik ein. Thea machte ein DPSG-Geschichte Quiz und in Rafaels Workshop scharrten sich immer mehr Zeichenbegeisterte um die Blätter und Stifte. Zweierlei Nudelei gab es zum Abendessen, bevor wir zur Nachtwanderung aufbrachen. Anschließend gelang es dem A-team, den Fall zu lösen und in Oma Gerdas Kabuff unterm Dach wurde ein Schatz gefunden. Danach wollten wir alle unseren neuen Beamer nochmals austesten und deshalb gab es Kino: Rio
Der Samstagmorgen begann mit der Versprechensvorbereitung.
Meistens einmal im Jahr findet unsere Versprechensfeier statt. Jeder Grüppling gibt einmal in jeder Stufe sein Versprechen ab, was auch die endgültige Aufnahme in die Stufe und den Stamm darstellt. Wir benutzen kein vorgefertigtes Versprechen, sondern jeder Jugendliche muss seinen eigenen Text finden, mit Werten und Aussagen, die ihm oder ihr persönlich wichtig sind. Deshalb war auch ein ganzer morgen auf dem Herbstlager dafür reserviert.
Zum Mittagessen aßen wir leckeren Milchreis (außer Bernd und Johannes den Kostverächtern;-)
Gruppe Murdock hatte mit Jule eine Olympiade vorbereitet. Die Sportlichkeit und der Gruppenzusammenhalt wurden bei einem Bandwurm-Staffellauf und einem Baumstammslalom getestet und der Kampfgeist stand beim Plankenschwertkampf auf dem Prüfstand. Ein Highlight folgte mit einem Gummi-Pferd Wetthüpfen. Schließlich gab es ein (von Alessandro großartig vorbereitetes) Quiz zum Abschluss.
Heute gab es folgende Workshops: Jahreszeitung, Deko Versprechen, Holz hacken, große Klopperei. Zum Abendessen wurden Schnitzel und Pommes von Marc serviert. Die anschließend folgende Versprechensfeier war ein sehr schönes Ereignis. Die Pfadimädels hatten die Feierstelle sehr stimmungsvoll hergerichtet und wirklich alle Grüpplinge haben sich sehr viele Gedanken über ihre Versprechenstexte gemacht. Eingerahmt wurde die Abnahme der Versprechen vom Singen einiger Lieder und dem obligatorischen Tschai, dem Pfadfindertee.
Lämpchenspiel die Zweite (dieses Mal mit wesentlich weniger Bändchenverbrauch als beim ersten Versuch).
Seeeeehhhr früh aufstehen war am Sonntag angesagt, schließlich lag noch eine Menge Arbeit vor der Abfahrt nach Hause. Die Morgenrunde von Basti zog sich sehr in die Länge, weil alle auf die an diesem Morgen ziemlich verplanten Wölflinge warten mussten. Frühstück gab's auch. Highlight: frisches Mett und Zwiebeln. So gestärkt konnten sich alle in die Aufräumarbeiten stürzen, was auch hervorragend funktionierte. Bei Reflektion in der Kapelle mit Maxi und Basti freuten sich alle, dass ein so schönes Lager gelungen war. Lobend wurden die Workshops und die Programme der Grüpplinge erwähnt. Die Grüpplinge freuten sich über viel Eigenverantwortung und die Leiter über viel Einsatz, tolle Ideen und insgesamt einen sehr guten und freundlichen Umgang miteinander. Natürlich waren das Lämpchenspiel und die Schnitzeljagd in Borschemich ein Renner.
Jule, Marc und Jörg betreuten währenddessen unser Elterncafé. Ein großes Thema war das
Mittendrin-Wochenende im Juni 2012. Einige Eltern konnten es gar nicht erwarten, einmal selber in ein richtiges Pfadfinderlager zu fahren. Außerdem bestätigten die Eltern, dass eine eigene Anreise kein Problem ist und sie auch weiterhin gerne Ihre und andere Kindern zu einem Lager bringen würden. Für die Leiter war jetzt noch nicht Schluss, sie setzten sich noch für eine Leiterreflektion zusammen. Müde und zufrieden fuhren Sie nach einer guten Bilanz nach Hause.
Yannick, Jule, Johannes und Sebastian
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