Und was war sonst noch so im Lager?
Es gab auf dem Zellhof eine ziemlich starke Mückenplage, wodurch viele der Kinder ziemlich zerstochen wurden. Wir haben zwar viele Mittel in der Apotheke gekauft aber nichts hat wirklich geholfen.
Sabrinas Hund Shigo war eine riesige Attraktion für die Kinder, es gab lange Wartelisten für das Gassi führen.
Unsere Pflasterbestände mussten mehrmals aufgefüllt werden, da es täglich zu neuen Schnittverletzungen kam, wobei das Schnitzen nicht mal die häufigste Verursachung dafür war.
Ich war beim Kochen wirklich erstaunt was manche Kinder alles nicht mögen.
Dass Zwiebeln, Tomaten und Champions nicht immer Begeisterung auslösen weiß ich ja, aber selbst Paprika, Speck und Käse wurden teilweise verweigert.
Wir mussten für morgens eine Nutella-Ration pro Kopf festlegen, da viele Kindern sonst gar nichts anderes mehr gegessen haben.
Der Bauer nebenan hatte außer kleinen Kälbern auch kleine Kätzchen, die dann an den letzten zwei Tagen zu viele Diskussionen führten. Es gab mehrere Kinder die versucht haben uns zu überzeugen, dass ihre Eltern überhaupt nichts dagegen haben, wenn sie die Kätzchen mit bringen würden.
Viele Kinder haben uns Leiter verdächtigt, dass wir regelmäßig die Abspannseile mit den Heringen versetzen, wenn sie zum x-ten mal über das gleiche Seil gestolpert sind.
Dank des Programms gab es Abends nie lange Diskussionen über Schlafenszeiten, oft wurden wir gefragt ob man jetzt schlafen gehen dürfte.
Es gab im Lager einen Koch- und Spülplan in dem jeder Teilnehmer am Ende des Lagers mindestens vier Striche haben musste. An manchen Abenden haben sich die Kinder schon für den nächsten Tag zu Diensten vormerken lassen, ein sehr zu empfehlendes System. Das mit dem Spülen hat zwar nicht immer ganz so geklappt, waren die Tassen zuerst nur mit Saft verklebt kamen sie nach dem Spülen mit Erdresten zurück, aber das wurde nach und nach auch immer besser.

