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Samstag, 19.05.2012 - 14:37

Ein paar Situationen wo wir Leiter nur den Kopf schütteln konnten, sprachlos waren oder uns einfach nur wundern mussten…

… spielten wir mal wieder Werwolf, bei dem es darum geht, dass ca. 3 Werwölfe bei einem Kartenspiel 10 Dorfbewohner umbringen müssen. Oberste Aufgabe der Werwölfe ist es nicht erwischt zu werden und geheim zu bleiben. Doch Mats in seinen Allmachts-Phantasien, tönt von vorne herein „Ich bin ein Werwolf und bringe euch alle um!“. Das Unfassbare passierte, Mats kam damit sogar durch und die Werwölfe gewannen und Sebastian hatte vor Lachen die Tränen in den Augen stehen.

… auf der Rücktour erwähnt der Schaffner beiläufig „Hier stinkt es!“ Okay, wo er recht hat... Aber immerhin hatten wir bezahlt im Gegensatz zu dem gut riechenden Mitfahrer der ein paar Sitze weiter saß.

… ebenso auf der gleichen Tour fragt Alessandro nach ca. 8 Stunden Zugfahrt ganz erstaunt „Wo ist denn Nicole?“. Diese saß wie bei der Hinfahrt auch schon hinter dem Lenkrad des Autos samt Anhänger.

… bei der Wanderung der Jungpfadfinder war der Kandidat für erste Ermüdungserscheinungen laut Leitungsteam eigentlich Alessandro. Da Alessandro eigentlich keine Leckerei auslässt überlegten wir Leiter die Mitwandernden durch einen Besuch bei Mc Donalds zu beflügeln. Nach der 16km-Wanderung, am Tagesziel angekommen, samt ca. 11kg Gepäck auf dem Rücken und ca. 6km vor Salzburg tönte Alessandro nur total empört „Was wollt ihr eigentlich, wir wandern durch bis Salzburg!“

… apropos Salzburg, Jonas war bis zum Schluss des Sommerlagers davon überzeugt, dass wir eine Stadtrallye durch Wien gemacht haben, doch leider waren die anderen 29 Teilnehmer und unsere Gäste alle auf Stadtrallye in Salzburg.

… und wie brachten unsere Grüpplinge die Teamer (ehrenamtliche Helfer auf dem Zeltplatz) um den Verstand? …in dem sie Esspapier für 2€ regelmäßig kauften wobei ein einzelnes Blatt nur 2 Cent kostet. Der Vorteil war, dass alle ausländischen Teamer nach den 2 Wochen perfekt bis 100 zählen konnten.

… man selbst bringt aber auch schon mal einen kleinen Bock. Bei unserer Wanderung der Jungpfadfinderstufe machten wir eine Mittagspause direkt bei einer öffentlichen Toilette. Während ich meine Tätigkeit am stillen Örtchen erledigt hatte und Alessandro vor dem Pissoir stand, kam ein Junge im Alter unserer Grüpplinge ebenfalls in den Raum und stellte sich neben Alessandro. Natürlich immer einen lockeren Spruch in so einer Situation parat erklärte ich Alessandro „Fynn hat so einen kleinen, der muss sehr nah ans Pissoir damit er trifft!“. Komischerweise schaute mich Alessandro ein wenig verstört an, was sonst eigentlich nicht seine Art ist. Leider bin ich davon ausgegangen, dass es einen leuchtend grünen Pullover, so wie Fynn ihn an diesem Tag an hatte, in dem Ort nur einmal gibt. Als Alessandro mit dem Jungen raus kam und Alessandro dann doch ein Grinsen im Gesicht stehen hatte, sah ich, dass dieser Junge in Grün leider nicht Fynn, sondern Junge aus dem Ort war der mit seinen Kumpels nur ein wenig dort spielte.

…nachdem sich die Mädels der Jungpfadfinderstufe im Schlafsack darüber austauschten, wie sie sich das „erste Mal“ vorstellen und wir sie darauf hinwiesen, dass sie doch bitte mal schlafen sollten, mussten wir Leiter noch mal zum Jungenzelt um dort für Ruhe zu sorgen, da es mal wieder um banale Streitereien ging. Nach kurzer Aufklärung wie kindisch die Jungs sich dort gerade benahmen, erklärten wir ihnen was für „reife“ Gespräche gerade bei den Mädchen liefen und Mats ganz selbstbewusst „Und was sagt Elli, wie war ich?“

… Pascal mit einem lädiertem linken Bein, Schnittwunde und Verband an der linken Hand und nach einem versehentlichen Griff eines Mitgrüpplings in sein linkes Auge „Meine linke Seite ist total kaputt“.

… Susanne als viert älteste während eines Brands in unserem Aufenthaltzelts und im Angesicht zweier mit Wassereimern wild hin und her laufenden Leitern meinte: „Ich geh mal Duschen!“

…nachdem wir Leiter vom Team ein Lob erhalten hatten, wie freundlich unsere Kinder doch am Shop sind, wie mühevoll sie sich mit den ausländischen Teamern auf englisch unterhalten und wie gut und selbstständig sie den Müll sortieren, erklärte ich diesen nur, dass unsere Kinder vermutlich auf der Höhe des Holzstoßes auf dem Weg von unserem Zeltplatz rauf zu ihnen einen Schalter in sich umlegen oder gerade nicht die Rede von unseren Kindern sei.